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Linda Konaschkov

LET IT MOVE YOU!

 

Ballaststoffe

Es gibt zwei Arten von Ballaststoffen: Die löslichen und die nicht-löslichen. Lösliche Ballaststoffe stecken vor allem in Getreide und Hülsenfrüchten. Sie binden Flüssigkeit, quellen auf und vergrößern so ihr Volumen im Körper – was unter anderem dazu führt, dass du ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl verspürst. Unlösliche Ballaststoffe sind besonders in Obst und Gemüse enthalten (dazu zählen zum Beispiel das Pektin in Äpfeln oder das Inulin aus bestimmten Gemüsen) und wirken sich unter anderem positiv auf deine Verdauung aus. Tierische Nahrungsmittel besitzen KEINE Ballaststoffe! Ballaststoffe sorgen für eine gesunde Darmflora, können Verstopfung vermeiden und sogar vorbeugend gegen Darmkrebs wirken. Gleichzeitig binden Ballaststoffe im Verdauungsprozess Giftstoffe und Zucker aus der Nahrung an sich, so dass der Blutzuckerspiegel niedrig gehalten wird. Pro Tag solltest du 30g Ballaststoffe zu dir nehmen. 100g Brokkoli hat bspw. 3g Ballaststoffe. Um auf die 30g Ballaststoffe pro Tag zu kommen, kannst du dir z.B. mit Flohsamenschalen (85g Ballaststoffe pro 100g) oder Moringa-Pulver (ca. 19,2g Ballaststoffe pro 100g) helfen:

Flohsamenschalen haben tiefgreifende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt und bei Verdauungsproblemen aller Art: Sie senken aufgrund hoher Ballaststoffe das ungesunde Cholesterin, halten den Blutzuckerspiegel unten und sättigen durch die hervorragende Quelleigenschaft. Deswegen sollte bei der Einnahme von Flohsamen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden! 

 


Flohsamenschalen von Erdschwalbe enthalten 85g Ballaststoffe auf 100g (1/3 Tasse), wogegen Haferflocken nur 5g Ballaststoffe bei der gleichen Menge liefern. Dank der zahlreichen Ballaststoffe hat ein Esslöffel Flohsamenschalen die gleiche Wirkung wie 15 Esslöffel Haferkleie. Dabei sind die Schalen, die zum großen Teil aus Schleimpolysacchariden bestehen, für die starke Wasserbindungsfähigkeit verantwortlich.


Flohsamenschalen wirken zudem gegen zahlreiche Darmerkrankungen, dem Reizdarmsyndrom und gegen Hämorrhoiden. Sie senken das "schlechte" Cholesterin im Blut und helfen beim Abnehmen: Verzehre etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten die Schalen mit zwei Gläsern Wasser.


Durch das Aufquellen im Magen wird zum einen ein schnelleres Sättigungsgefühl erzeugt, was dir hilft, kleinere Portionen zu essen, und zum anderen bewirken die Ballaststoffe, dass der Blutzucker langsamer ansteigt und du somit länger satt bleibst. 

Die Samen sollten nicht zusammen mit Milch eingenommen werden, da dies nicht zu einer Quellung führt. 

 

Moringa Oleifera stammt ursprünglich aus der Himalaya-Region in Nordwestindien. In der ayurvedischen Heilkunst ist der "Meerrettich-Baum" schon seit Jahrtausenden im Einsatz. Die Früchte sind ähnlich wie Bohnen und werden in der Regel als Gemüse, zum Beispiel in Curries, verzehrt. Diese, aber vor allem die Blätter, haben einen hohen Gehalt an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen. Was den Baum aber definitiv zu etwas ganz besonderem macht, ist die Fähigkeit der zu Pulver zerriebenen Samen, verschmutztes Trinkwasser zu reinigen. Das Pulver bindet im Wasser enthaltene Schwebstoffe und Bakterien und sinkt mit ihnen zu Boden – zurück bleibt klares, trinkbares Wasser.


Moringa kann durch die enthaltenen essentiellen Vitamine, Mineralstoffe und Proteine Menschen, die hoher körperlicher Belastung oder Stress ausgesetzt sind, dabei unterstützen besonders leistungsfähig zu bleiben. Denn der hohe Anteil an Eisen und den Vitaminen A und C sorgen dafür, dass das Blut stets mit ausreichend Sauerstoff versorgt ist und somit dein Kreislauf stabil bleibt. Zudem wird der Muskelaufbau durch die zahlreichen Aminosäuren neben der hohen Menge an Kalzium positiv beeinflusst. Zusätzlich schützen Antioxidantien das Zellgewebe bei erhöhter körperlicher Anstrengung.

Aufgrund der enthaltenen essentiellen Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen eignet sich Moringa besonders für Schwangere und stillende Mütter, Kinder, Sportler und Senioren: 


  • Essentielle Aminosäuren: schützen vor freien Radikalen
  • Vitamin A: wichtig für ein gesundes Sehvermögen
  • Vitamin C: zur Stärkung des Immunsystems
  • Kalzium: unentbehrlich für gesunde Zähne und Knochen
  • Magnesium: Durchblutungsfördernd
  • Kalium: sorgt für einen reibungslosen Stoffwechsel
  • Eisen: wichtig für die Sauerstoffversorgung der Zellen
  • Zink: wirkt im Körper entzündungshemmend
  • Omega-3-Fettsäuren: essentiell für die Funktionen des Gehirns
  • Zeatin: wichtiger Botenstoff, der all diese Stoffe dorthin bringt, wo sie wirken sollen